Wegen momentanem Zeitmangel nur etwas ganz Kurzes zwischendruch:

Als Kinder sangen wir immer das Fisch Lied…: „Nur die toten Fische schwimmen immer mit dem Strom.“
Jetzt sind wir erwachsen und das höchste und ehrenwerteste Ziel und die höchste Pflicht, so wird einem von allen Seiten eingetrichtert, ist es  immer mit dem Strom dieser Welt zu schwimmen. Bloß nicht hinterfragen. Bloß nicht rebellieren. Einfach mitmachen. Immer schön lächeln, sonst wirkt man am Ende noch negativ. Ich bin nun nicht gerade anarchistisch aufgewachsen, aber die Realität (die man, so sagen sie, akzeptieren soll wie sie ist) ist farbloser, lebloser, liebloser, eingerostster und hoffnungsloser als jeder Kinderalbtraum von damals hätte sein können. Ich muss sagen, ich bin ziemlich enttäuscht. Müssen wir denn alle tote Fische sein? Tote Fische stinken irgendwann. Mir wurde neulich gesagt (als ich ähnliches äusserte)  ich muss doch aber hoffnungsvoll sein – aber welche Hoffnung soll das denn sein, die einen tristen hoffnungslosen Ist-Zustand absegnet und unterstützt? Ist nicht Hoffnung manchmal auch ein Aufbäumen, ein nicht abstellbares sich Sehnen nach Veränderung?

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