Liebe Menschen,

vor vier Tagen schrieb ich unter anderem über die acht Aspekte für ein gesundes Leben nach Dr. Walsh. Ich habe Euch angedroht, dass ich künftig diese einzelnen Dinge wieder aufgreifen werde um soweit dies in meinen Möglichkeiten steht Tipps für ein gesundes und glückliches Leben als (autistischer oder hochsensibler) Mensch zu führen. Eigentlich bedeutet dies eher, dass ich Euch auf mein eigenes Suchen mitnehme. Im heutigen Blogpost geht es um Freizeit, bzw. im gewissen Sinn auch um Stressmanagement.

Am Samstag Abend/Nacht hatte ich die Wohnung für mich allein, für diese Zeit hatte ich einen kreativen Abend eingeplant. Ich freute mich sehr darauf. Ich finde, dass Nächte ein ganz eigenes Potential für Kreative oder einfach Menschen die sich gern mal kreativ austoben wollen bergen. Nächte sind still, uns überflutet kein Tageslicht, das Telefon klingelt nicht und (ich zumindest) komme Abends eher zur innerlichen Ruhe als am Tag.

Was ist eine Kreativnacht?

Es ist einfach ein Abend oder eine Nacht in der ich mir Raum und Zeit freischaufele um etwas zu kreieren ohne den Druck eines perfekten Ergebnisses zu haben. Dafür stelle ich ausreichend Verpflegung und alles was ich für mein kreativ sein benötigen könnte bereit.

Den Raum richte ich mir für diese Zeit nach meinen sensorischen Bedürfnissen und Vorlieben ein.

Ich finde man kann auch als Nicht-Künstler mal eine Kreativnacht abhalten. Ich gestaltete mir den Raum und die Athmosphäre angenehm und ließ einfach das vielleicht unbewusste Innere durch das Kreieren von Bildern nach außen. Vielleicht ist es für andere sinnvoller zu schreiben oder zu musizieren (Vorsicht bei Nacht wenn du lärmempfindliche Nachbarn hast) oder schnitzen, basteln oder was auch immer. Ich denke die Möglichkeiten sind unzählig und es geht auch mehr um den Prozess als darum künstlerische Meisterwerke herzustellen. Generell ist es sinnvoll nicht zu sehr an das Endergebnis zu denken sondern den Prozess des Entstehens bewusst zu erleben und zu genießen.

So verlief mein Abend (der sich bis in die Morgenstunden zog):

Nach gewissen Startschwierigkeiten meines kreatives Vorhabens (ich fand zuerst keine Inspiration) zeichnete ich mit Bleistift und Kohle einfach sämtliche Formen drauf los, die mir in den Sinn kamen. Dabei ergab sich dieses Bild:

Zeichnung

Zeichnung vom Kreativabend

Es ist sicherlich keine künstlerisch-handwerkliche Meisterleistung. Aber das tat auch gar nichts zur Sache. Ich empfand es als sehr befreiend einfach das rauszulassen was unbewusst in mir war. Im Moment kann ich auch keine Erklärung in Worten dazu abgeben 🙂 Nachdem ich zwischendurch etwas Gitarre gespielt hatte setzte ich mich an ein Portrait. Dies ist das Ergebnis:

DSC08984

Portrait

Ich mag die Kontraste darin sehr. Vor allem mag ich, dass die eine Seite des Gesichtes im Schatten liegt und die andere vom Licht angestrahlt wird. Außerdem gefällt mir der freundliche Blick (den ich so vom Foto das ich zur Vorlage dahatte übernahm). Zwangläufig dachte ich an ein Lied dass ich mal im Radio gehört hatte. Ich weiß nicht mehr worum es in dem Rest des Textes ging (tut jetzt auch nichts zur Sache) aber an eine Zeile musste ich bei diesem Bild denken: „… dass die Tage ziemlich dunkel sind, doch dein Lächeln bleibt.“ . (ich habe gerade gegoogelt, es handelt sich um das Lied Wolke 4 von Phillipp Dittberner)

Hier ist ein Video zu meinem kreativen Abend:

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