Ich bin einfach stehen geblieben

stehengeblieben zwischen den Welten

im Nirgendwo, im Nebel

zwischen Jetzt und Irgendwann.

Ich bin stehen geblieben

vor den Bergen am Rand der Straße,

vor all den meterhohen Hürden

den Festungen dieser Wirrungswelt.

Ich bin stehen geblieben

weil ich nicht länger über

Grashalme zu fallen, auf Bordsteine zu klettern vermag.

Bin stehen geblieben weil

im Getose der Zeit Worte entspringen

welche ich wohl zu sehen,

doch nicht zu erschließen vermag.

Bin stehen geblieben

weil alles um mich nur Rauschen ist

ein Allesrauschen,

und ich frage mich wie sie noch spielen –

die Kinder

und wie sie noch laufen –

die Eltern

und wie sie noch schauen –

die Alten

wo doch alles Rauschen ist und erstaunt

sehe ich all den Füßen zu beim Gehen

unter der Nebelschicht des Allesrauschens

Ich blicke herab und sehe meine eigenen

sich bewegen

langsam

zu langsam

über Grashalme fallend, auf Bordsteine kletternd

zu viel Schwerkraft, klebt die Sohlen auf Asphalt

Fahrt vorüber, seht nicht herab als seien sie verrückt,

diese Füße,

denen der Kopf fehlt zum Sehen und zum Hören

weil alles nur noch Rauschen ist

und während ich stehenbleibe

laufen sie einfach weiter –

meine Füße und ich weis nicht wohin

denn ich stehe hier.

Im Allesrauschen.

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